Was ist eine Anleiherendite?
Eine Anleihe ist ein festverzinsliches Wertpapier, das ein Staat oder Unternehmen zur Geldaufnahme begibt; ihre Rendite ist der jährliche Ertrag, den ein Anleger erzielt, wenn er die Anleihe zum heutigen Preis kauft und bis zur Fälligkeit hält. Preis und Rendite bewegen sich gegenläufig: Fällt der Preis einer Anleihe, steigt ihre Rendite. Da US-Treasuries den liquidesten Anleihemarkt der Welt bilden, beeinflussen ihre Renditen die Preisbildung an allen Märkten – von Dollar-Anlagen über Gold bis zu Schwellenländerwährungen.
Was bedeutet eine inverse Zinsstrukturkurve?
Normalerweise rentiert eine langfristige Anleihe höher als eine kurzfristige, weil Anleger einen Ausgleich dafür verlangen, ihr Geld länger zu binden. Übersteigen die kurzfristigen Renditen die langfristigen, „invertiert“ die Kurve (der Spread 10J-2J oder 10J-3M wird negativ). Historisch zeigt dies, dass der Markt künftig Zinssenkungen und eine wirtschaftliche Abkühlung erwartet, und es ging den meisten US-Rezessionen voraus. Für sich allein ist es kein eindeutiges Signal und sollte zusammen mit anderen Makrodaten gelesen werden.